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Jahreskonferenz

Digital Hub Jahreskonferenz 2014  mit viel Prominenz – Wettbewerbsvorteile durch Digitale Infrastruktur: „One step ahead“

Zeta-Award für außergewöhnliche Leistungen an Link11 GmbH

Das Rhein-Main-Gebiet boomt. Wesentlichen Anteil daran hat die digitale Infrastruktur in und um Frankfurt. Denn sie vorsorgt Industrie, Banken und Dienstleister mit den ultraschnellen Datenverbindungen und Rechenkapazitäten. Was nötig ist, um diesen Vorteil zu sichern, fragte der Digital Hub FrankfurtRheinMain e.V. auf seiner Jahreskonferenz am 22. Juli 2014 im Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie.

Zu den Rednern gehörten der Autor und Internet-Aktivist Sascha Lobo, Dr. Jens Zimmermann (MdB) vom Bundestagsausschuss Digitale Agenda, der Frankfurter Stadtrat und Dezernent für Reformprojekte Jan Schneider, der Frankfurter Stadtrat und Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr Markus Frank sowie Markus Laqua, Partner der Beratungsgesellschaft Bearing Point und Georg Matzner, Referatsleiter Technologiepolitik vom Hessischen Wirtschaftsministerium. Für den Digital Hub FrankfurtRheinMain e.V. sprachen als Gastgeber der Geschäftsführer des Innovationszentrums Dr. Christian Garbe und der Vorstandsvorsitzende des Vereins Bernhard Pussel.

In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion wurde der Frage nachgegangen werden, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um auch in Zukunft in Deutschland und insbesondere im RheinMain-Gebiet durch leistungsstarke digitale Infrastruktur erfolgreich zu sein. Dabei wurden sowohl technologische wie auch gesellschaftliche Perspektiven eröffnet als auch konkret nach der Agenda und Umsetzung in der Region gefragt.

Wesentliche Erkenntnis war, dass der Ausbau der Digitalen Infrastruktur wegen der neuen vernetzten Wirtschaft, nutzergetriebener Social Media und anderen Over the Top-Diensten (die, wie Video-Streaming-Dienste, die Nachfrage nach Bandbreite ständig erhöhen) eine permanente Aufgabe bleiben und auch entsprechende Investitionen brauchen wird. Wer stehen bleibe, falle im internationalen Wettbewerb zwangsläufig zurück. An die Politik in Berlin gerichtet warnte Bernhard Pussel: „Wir können Energie- und Datennetze nicht mehr getrennt von einander denken. Umso kritischer sehen wir die durch das EEG verursachten permanenten Strompreiserhöhungen, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit der digitalen Infrastrukturbetreiber schon heute beeinträchtigen.“

In Hinblick auf Frankfurt-RheinMain wurde deutlich, dass die Situation am Standort zwar im deutschen Vergleich sehr gut ist, aber der eigentliche Wettbewerb in Europa sitzt. Insbesondere Amsterdam und London bauten ihre Positionen stark aus. Daher müsse die Positionierung als die zentrale Datenhauptstadt in Deutschland im internationalen Vergleich von der Stadt Frankfurt, dem Regionalverband, aber auch von den hiesigen Unternehmen noch engagierter voran getrieben werden. Beispielhaft hierfür wurde angeregt, den nächsten deutschen IT-Gipfel in Frankfurt auszurichten und den Dialog mit den Bundestagsabgeordneten aus der Region zu intensivieren.

Am Abend verlieh der Digital Hub FrankfurtRheinMain e.V. den „Zeta-Award“ für besondere Verdienste um die digitale Infrastruktur in der Region. Nominiert waren in diesem Jahr der Virtual Network Operator Mitcaps GmbH aus Mainz und die auf Rechenzentrumssicherheit spezialisierte Link 11 GmbH sowie die Horn & Cosifan Computersysteme GmbH, beide Frankfurt am Main. Das Rennen machte die Link11 GmbH, die, so Laudator Dr. Jens Zimmermann, mit ihren Lösungen für Rechenzentren einen hohen Beitrag für die Sicherheit des gesamten digitalen Eco-Systems leisten.

Die Veranstaltung war mit 150 Gästen aus der regionalen Wirtschaft und der Politik sowie den Medien sehr gut besucht und ein wichtiger Anlass für die Netzwerkbildung am Standort. Schirmherr war der hessische Wirtschaftsminister, Tarek Al-Wazir.

Impressionen von der Jahreskonferenz finden Sie hier!