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Digitale Infrastrukturen heißen nicht nur „digital“ wegen ihrer Technologiegrundlage, sie sind auch digital in ihrer Wirkung – entweder sind sie verfügbar, oder sie sind es nicht.

Ohne die verlässliche Versorgung durch digitale Infrastrukturen gibt es keine leistungsfähige  Wirtschaft, die in der Lage ist, im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Hochleistungsfähige Glasfaserinfrastrukturen und hochmoderne, leistungsfähige Rechenzentren sind Wettbewerbsvorteile einer Volkswirtschaft, die digitale Dienstleistungen wie Cloud Computung oder die Nutzung mobiler Netzwerkdienste überhaupt ermöglichen.

Die Zukunft gehört dabei Unternehmen, die eine Wandlungsfähigkeit besitzen und die rasch auf die sich ändernden Marktbedingungen reagieren können. Digitale Infrastrukturen stellen in ihrer Gesamtheit das standortprägende Fundament bereit, damit diese Unternehmen ihre Innovationskompetenz entwickeln und ausbauen können.

Frankfurt und die RheinMain-Region sind führend in Deutschland und im internationalen Wettbewerb mit London oder Amsterdam. Welche Metropolregion in Zukunft gewinnt, wird heute durch die Innovationskompetenz und die daraus sich ergebenden Investitionen bestimmt.

Die Anforderungen an digitale Infrastrukturen in einer Metropolregion haben sich über die letzten Jahrzehnte grundlegend gewandelt. Standen bis zum Jahr 2000 mehr technische Entwicklungs- und Einsatzmöglichkeiten im Vordergrund, um einen vorhandenen Bedarf stationär zu decken, so wandelt hat sich das Bild gewandelt hin zu einer mobilen, vernetzten, ganzheitlichen Betrachtung von Nutzeranforderungen, Diensten und Infrastrukturen.

 

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Abbildung Einflussfaktoren zum Aufbau digitaler Infrastrukturen, eigene Darstellung,
G. Simon, 2012

Dieser Wandel spiegelt sich in den öffentlichen Medien wider und ist zu einem Strukturmerkmal unserer Gesellschaft geworden. Strukturelle Reformen, eine zunehmende Vernetzung über Organisationen, Unternehmen und Ländergrenzen hinweg – eine zunehmende Verzahnung internationaler Liefer- und Leistungsprozesse im Wettbewerb um die fähigsten Talente – dies hat einen Veränderungsprozess in Metropolregionen etabliert, der das Anforderungsprofil an die dort vorhandenen digitalen Infrastrukturen beständig qualitativ und quantitativ erweitert.

Ohne verlässliche, nutzbare digitalen Infrastrukturen in einer Metropolregion wären diese eng verzahnten Liefer- und Leistungsprozesse nicht mehr beherrschbar. Rechtliche, finanzielle und personelle Einflussfaktoren beeinflussen die Ausprägung einer digitalen Infrastruktur einer Metropolregion zunehmend.

Die besonderen Eigenschaften digitaler Infrastrukturen, mit denen sich diese von anderen Infrastrukturen unterscheiden, werden durch folgende Aspekte beschrieben:

  • 100-prozentige Stromabhängigkeit,
  • weitreichende Interdependenzen der Infrastrukturkernbereiche untereinander,
  • lokale Präsenz und
  • hohe Kritikalität im allgemeinen Sinne, d.h. konsumbezogen bezüglich der Nutzbarkeit und angebotsbezogen in Bezug auf die Versorgungssicherheit.

Bezüglich seiner Rahmenbedingungen sind zu nennen:

  • Konvergenz der Technologien und Prozesse, verbunden mit einer hohen Innovationsdynamik,
  • tiefgreifender, permanenter Wandel der sozio-ökonomischen Randbedingungen als Strukturmerkmal sowie
  • hohe Innovationsdynamik.

Folgende Themenbereiche spiegeln die Struktur digitaler Infrastrukturen wider: